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Donnerstag, 21. Mai 2015

aus alt wird älter, dafür aber schön...




Der heutige, längst überfällige, Posttitel lässt es erahnen, ich habe mich mal wieder daran gemacht ein altes Schätzchen zu ... na, wartet es ab...

Auf einem Flohmarktbummel sprang es mir quasi in die Arme - schön? Nee, nicht wirklich, aber ich werde dich schon irgendwie wachküssen...


Ich weiß ja nicht, wie es euch bei euren Dingen ergeht, die ihr so ergattert. Habt ihr immer gleich eine Idee parat, was ihr damit anstellt, wie ihr es evtl. verwandelt?

Ich für meinen Teil weiß, das will ich haben und was dann daraus wird, da bin oft noch völlig planlos.

Und meist kommen die endgültigen Ideen auch erst während des Schaffens.

So erging es mir heute auch mit diesem Bild und dem Rahmen.

Vor einigen Wochen schleppte ich es heim und versteckte es mal hier, mal dort...


Heute morgen war es dann soweit, ich konnte den Anblick im Rohzustand nicht mehr ertragen...
Also schwupps meine geliebte Kreidefarbe und Pinsel auf den Tisch und los gings.
Zuerst natürlich den Rahmen mal von dem buntem Etwas im Inneren erlöst...


Der Rahmen wurde fix in ein weißes Kleid gestülpt und während die Farbe trocknete, beklebte ich die kreischende Grausamkeit mit alten Buchseiten und mit Kaffee patinierten Fotokopien.


Eine alte breite Häkelborte war auch noch im Fundus, die fixierte ich am unteren Rand und soll fortan als Einstecktasche für Bilder, Postkarten etc. dienen.


Den Rahmen habe ich dann mit verschiedenfarbigen Wachsen patiniert (grau,weiß und braun), ein leichter Schliff sorgt dafür, dass das Gold dezent, aber bitte ganz dezent hervorblitzen darf.








Alles wieder in den Rahmen getackert und noch ein kleines Stoffblütchen aus meiner Werkstatt daraufgeklebt.





Und als ich es betrachtete, mein heutiges Kreativwerk, da war ich wirklich mal wieder überrascht, wieviel Potential doch in so manchen optischen Grausamkeiten stecken kann.








Jetzt wird der Rahmen jedenfalls nicht mehr versteckt... er präsentiert sich jetzt sehr gern hier (klick)









Also seid kreativ und gebt dem hässlichen Entlein eine Chance!

Bis bald
eure
Feuersonnenblume
Karin


Mittwoch, 6. Mai 2015

Badmöbel mal anders



Meinen leider nun schon wieder als Geschichte zu betrachtenden Urlaub nutzten wir hier um zur Abwechslung mal gemeinsam ein altes ausgedientes Möbel uns vorzuknöpfen.


Die Kommode stand hier schon einige Wochen herum und ich wollte sie so irgendwie gar nicht fertig stellen und an ihren bis dato angedachten Platz schleppen.


Letzte Woche wusste ich plötzlich warum. Beim Stöbern im www stieß ich auf ein Waschbecken, dass uns sofort gefiel und die ehemaligen Besitzer wollten sich trennen, da sie es unpraktisch fanden und lieber einen Unterschrank haben wollten.
Also machten Herr und Frau Feuersonnenblume einen kleinen Ausflug und waren sowohl vom Zustand der Keramik, den Armaturen und dem Preis begeistert.
Kofferraum auf und ab damit nach Hause.


Erwähnt haben wir beim Kauf natürlich nicht, dass auch wir einen Unterschrank haben wollen und unser Erwerb genial für unseren Plan war - dachten wir jedenfalls zu diesem Zeitpunkt...

Daheim angekommen stellten wir schnell fest, dass mal wieder der berühmte Zentimeter fehlte... 
Doch Herr Feuersonnenblume rieb sich wie klein Wickie die Nase und mir schwante, ok, es gibt Plan B, aber der wird trickie...

Nervenaufreibend ist in solchen Situationen für mich nur, dass der Herr sich nicht so richtig auslässt über seine Ideen und ich Rätsel raten darf...grrr... und das mir Frau Ungeduld...
Ich will nicht planen,ich will machen...

Dickköpfig wie ich sein kann, machte ich mir halt meinen eigenen Plan und siehe da, Mengenlehre ist doch zu etwas nutze, denn die Schnittmenge aus beidem führte irgendwann zum Ergebnis.


Hier sollte das neue alte Stück hin. Schon lange gefiel mir unser Bad so gar nicht mehr, zu vollgestellt, zu blau, zu wenig shabby und überhaupt...
Also weg damit, dann gibt es wenigstens kein zurück mehr ;-))


Die Kommode wurde erst einmal maßgerecht ausgesägt, damit das Becken hineinpasst, um es ganz zu versenken, war es eben um den berühmten Zentimeter zu groß...
Becken also hinein, passt, sah aber, naja sagen wir mal speziell aus...


Also wieder in den Baumarkt und eine Verschalung gewerkelt.





Besser aber irgendetwas war immer noch unstimmig. So schleppte ich Deko herbei, um zu sehen, wie es bestückt wirkt... nicht besser, nur anders...


Gemeinsam kramten wir unseren letzten Rest von kreativen Schaffensideen zusammen und waren uns einig, dass an einer Seite ein Abschluss in Höhe des Waschbeckens her muss. 

Im schier unendlichen Fundus von Frau Feuersonnenblume befanden sich noch alte Möbelfüße, die ich mal auf einem Flomi eingeheimst habe und irgendwann braucht man sowas halt ;-)



Diese passten ausnahmsweise auch noch genau. Also fix mit Schrank und Brett verschraubt und ja, dass gefiel, geht aber bestimmt noch besser... Denn nun wollte ich meine alten Emailletöpfe darin einhängen können - frau ist ja so leicht nicht zufrieden zu stellen...
Zum Glück gefiel mein Vorschlag auch dem männlichem Part und er machte sich sofort ans Bohren,Sägen,Raspeln und Schleifen.


Das ganze war nun allerdings etwas hoch geraten, also mussten die Beine der Kommode noch gekürzt werden - dann war es endlich geschafft.


Der Herr verabschiedete sich in den Feierabend.
 Hallo??? 
Und das Streichen???
 Ach ja, dass kann ja nur ich hier ....
 ;-))


Gestrichen habe ich natürlich wieder mit der Kreidefarbe von JDL, patiniert habe ich das Ganze mit Wachs in weiß und braun, versiegelt wurde der Korpus abschließend mit klarem Wachs und nur die Ablageflächen um das Waschbecken herum mit dem Sealer.





Behände schwang ich des nächtens und gleich wieder in den frühen Morgenstunden den Pinsel.
Die Kommode hatte ich bereits schon vor Wochen gestrichen, allerdings im Farbton frech beige und den wollte ich nicht im Bad haben.
Sie sollte nun grau werden. 
Die Diskussion, die dann hier bei meinem Farbvorschlag kam, war etwas befremdlich für mich...



Der Herr möchte eigentlich immer etwas mehr Kontrast zu meinen weißen Möbeln haben. Ich sollte doch nicht immer alles weiß streichen... Habe ich schon mehr als einmal gehört und nun, da ich den grauen Farbtopf schon in der Hand hielt - 
Zitat:" Tu das nicht, mach es weiß, du wirst es bereuen!"

????????

Versteh einer die Männer....

Frau Dickkopf hat sich natürlich durchgesetzt und ich habe das untrügliche Gefühl, es gefällt nicht nur mir
;-)


Gern bin ich dann noch seinem Wunsch nachgekommen, brachte Schablonierungen auf und klamm heimlich erhielt auch der Spiegel eine farblich passende Verwandlung mit Schablonierung.









Die alten Bohrlöcher verschwanden hinter dem  noch älteren Waschpaddel an dem nun Waschlappen baumeln dürfen (Nachschub in gehäkelten Waschlappen ist in Arbeit) und dann endlich Zeit zum Dekorieren.
:-))))

















Erschreckend ist momentan lediglich, dass ab sofort noch mehr statt weniger auf meiner To-Do-Liste steht:
neue Wandfarbe
neue Gardinen
neue Brille für den Thron
die Waschmaschine muss "versteckt" werden
der Heizkörper sowieso
die Tür gestrichen
die Dusche
die Wanne......
etc....







Also, ihr Lieben, solltet ihr Zeit und Geld im Überfluss haben - her damit
;-))








Jetzt wird es aber Zeit mich genau dorthin zu begeben und mich bettfein zu gestalten - morgen früh um 5.00 Uhr ruft die Pflicht
:-(

Habt es fein!

Bis bald
eure
Feuersonnenblume
Karin